| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| Abfindung | Eine Abfindung ist eine finanzielle Entschädigung für Mitarbeitende, die z.B. durch eine Reorganisation ihre Stelle verlieren. Abfindungen kann es ausserdem noch im Fall eines Sozialplans geben. |
| Abgangsentschädigung | Im Zusammenhang mit Massenentlassungen sowie mit Gutverdienenden, deren Lohn nicht vollumfänglich durch das BVG gedeckt ist, oder im Zusammenhang mit Bezügern kleinerer Einkommen, die dem BVG-Obligatorium nicht unterstellt sind, existiert noch heute ein Bedarf an Abgangsentschädigungen. |
| Abredeversicherung | Der Versicherungsschutz kann beim bisherigen UVG-Versicherer, ab dem 30. Tag nach Stellenaufgabe (für max. 180 Tage) auf der bisherigen Lohnbasis verlängert werden. |
| Abrufvertrag | Bei einem Abrufvertrag ist die Arbeitszeit des Arbeitnehmenden nicht festgelegt. Der Zeitpunkt der Fälligkeit der Arbeitsleistung kann - je nach Arbeitsanfall - bestimmt werden. |
| Absentismus | Absentismus bezeichnet das Fernbleiben vom Arbeitsplatz, insbesondere auch Häufigkeit und/oder Dauer des Fernbleibens in einem bestimmten Zeitabschnitt als Kennzahl. |
| Absenz | Unter einer Absenz versteht man das Fernbleiben des Mitarbeiters vom Arbeitsplatz. Folgende Absenzarten können u.a. unterschieden werden: Ferien, Sabbatical, Ausbildung, Urlaub, Militär, Krankheit, Schwangerschaft, Unfälle. |
| AC | siehe Assessment Center |
| AfB | AfB ist die Abkürzung für Amt für Berufsbildung. |
| Agent (Software) | Software, die automatisch Anfragen erzeugt und Antworten entgegennimmt. Intelligente Agenten können autonom Aufgaben lösen. |
| AHV | Alters- und Hinterlassenenversicherung |
| AHV-Ausgleichskasse | Institution, an welche die Unternehmung jährlich die AHV-Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge bezahlt. |
| AHV-Überbrückungsrente | Die AHV-Überbrückungsrente ist eine temporäre Rente, die von der Vorsorgeeinrichtung zwischen dem Altersrücktritt und dem Einsetzen der AHV-Rente gewährt wird. |
| AHVG | Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV-Gesetz) |
| AHVV | Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV-Verordnung) |
| Akkreditierung | Um die Sicherung der Qualität in Lehre und Studium zu garantieren und um den Studierenden, den Arbeitgebern und den Hochschulen eine verlässliche Orientierung bei verbesserter Transparenz zu bieten, haben sich sog. Akkreditierungsstellen gebildet. Die wichtigsten sind AACSB (USA), EQUIS (Brüssel/Europa), AMBA (UK) und FIBAA (Deutschland). |
| Aktienoptionen | Mitarbeitende erhalten das Recht, Aktien ihres Unternehmens zu einem vorher festgelegten Bezugspreis zu erwerben. Liegt der aktuelle Kurs über dem Bezugspreis, können sie die Differenz als Gewinn einstreichen, indem sie die Aktien wieder verkaufen. Die Optionen dürfen nur ausgeübt werden, wenn das Unternehmen bestimmte Ziele erreicht, etwa einen über längere Zeit steigenden Aktienkurs. |
| Aktienoptionsplan | Aktienoptionspläne stellen in börsennotierten Aktiengesellschaften eine Art von Kapitalbeteiligung für das Management dar. Die Führungskräfte erhalten eine Anzahl von Aktienoptionen ihres Unternehmens zugesprochen. Unter bestimmten Bedingungen (Zuzahlung, Optionspreis, Zeitrestriktion usw.) können sie diese Option nutzen. Steigt durch die Managementtätigkeit der Aktienkurs im Zeitablauf, partizipieren sie mit. |
| Altersguthaben | Das Altersguthaben entspricht der Summe der angesammelten Altersgutschriften inkl. Freizügigkeitsleistungen und Zinsen. |
| Altersgutschriften | Die Altersgutschriften entsprechen der jährlichen Gutschrift auf dem Alterskonto, die nach Alter gestaffelt und in Prozenten des koordinierten Lohnes bestimmt ist. |
| Alterskapital | Das Alterskapital ist eine einmalige Leistung, welche die Vorsorgeeinrichtung dem Versicherten im Zeitpunkt, in dem er das Rücktrittsalter erreicht hat, bar ausbezahlt. |
| Alumnus | Plural Alumni; der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "Zögling". In heutiger Zeit ist der Alumnus Absolvent einer Hochschule oder einer vergleichbaren Bildungseinrichtung. |
| ALV | Arbeitslosenversicherung; alle Arbeitnehmenden sind obligatorisch bei der Arbeitslosenversicherung gegen die wirtschaftlichen Folgen von Arbeitslosigkeit versichert. Die Arbeitslosenversicherung wird durch Prämien finanziert, die je zur Hälfte vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer zu tragen sind; sie berechnen sich in Prozenten des beitragspflichtigen Bruttolohnes. Die Pflicht zur Bezahlung der Versicherungsprämien stimmt mit der AHV-Beitragspflicht überein. |
| ALV-Arbeitgeberbescheinigung | Lohnbescheinigung für ausgetretene Mitarbeiter; ausgestellt durch den Arbeitgeber, bei dem der Mitarbeiter zuletzt beschäftigt war. |
| ALV-Zwischenverdienst | Lohnbescheinigung für Stundenlöhner, damit die Arbeitslosenversicherung denjenigen Teil des Lohnes ausbezahlt, für die der Mitarbeiter keine Arbeit leisten konnte. |
| AMBA | Die AMBA ist die renommierteste britische Akkreditierungsinstitution. In erster Linie akkreditiert die AMBA britische MBA-Programmen; gelegentlich aber auch Programme von Business Schools anderer europäischer Länder. |
| Änderungskündigung | Bei einer Änderungskündigung wird der Gegenpartei angedroht, das Arbeitsverhältnis aufzulösen, falls diese die neuen Bedingungen nicht akzeptieren will. Dies kann beispielsweise eine Lohnreduktion oder ein Funktionswechsel sein. |
| Anforderungen | Anforderungen entsprechen einerseits Leistungsvoraussetzungen bei der arbeitenden Person, z.B. notwendige Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse, sowie andererseits Belastungen, die von der Arbeit selbst bzw. den Bedingungen, unter denen diese erbracht wird, ausgehen, z.B. Lärm, Schmutz oder Hitze am Arbeitsplatz. Anforderungen können aufgabenbezogen oder personenbezogen definiert werden |
| Anforderungsanalyse | Bei der Anforderungsanalyse werden die für die erfolgreiche Ausübung einer Tätigkeit erforderlichen Personenmerkmale (Eigenschaften, Verhalten und Qualifikationen) ermittelt. |
| Anforderungsprofil | Das Anforderungsprofil ist stets stellenbezogen und basiert auf Stellenbeschreibungen. Es beschreibt die zur erfolgreichen Ausübung eines bestimmten Aufgabenkomplexes notwendigen Fähigkeiten des potentiellen Stelleninhabers. |
| Anlagestiftung | Der Zweck einer Anlagestiftung ist es, Vermögen von mehreren Personalvorsorge-Einrichtungen sicher und gewinnbringend im Rahmen der gesetzlichen Anlagerichtlinien anzulegen und zu verwalten. |
| Anlehre | Die Anlehre vermittelt die notwendigen Fertigkeiten und Kenntnisse zur Beherrschung einfacher Fabrikations- oder Arbeitsprozesse. Sie dauert mind. ein Jahr bzw. höchstens 2 Jahre, und soll zum Übertritt in einen andern Betrieb gleicher Art befähigen. |
| Annahmeverzug | Im Falle des Annahmeverzugs des Arbeitgebers erscheint der Arbeitnehmer zwar zur Arbeit, der Arbeitgeber verweigert aber die Annahme der Arbeit oder unterlässt die nötigen Vorbereitungen, damit der Arbeitnehmer mit der Arbeit beginnen kann. |
| Anreize | Anreize sind von der Unternehmung gewährte materielle oder immaterielle Vergütungen für die Bereitschaft eines Mitarbeitenden, individuelle Beiträge in Form von Zeit, Energie oder anderen Ressourcen zur Realisierung der Unternehmensziele zu leisten. |
| Arbeit auf Abruf | Bei Arbeit auf Abruf ist die Arbeitszeit des Arbeitnehmenden nicht festgelegt. Der Zeitpunkt der Fälligkeit der Arbeitsleistung kann - je nach Arbeitsanfall - bestimmt werden. |
| Arbeitgeber-Darlehen | Das Unternehmen gewährt den Mitarbeitenden Kredite, für die weit weniger Zinsen fällig werden als bei Bankkrediten - ideal beispielsweise für die Anschaffung von Immobilien. Die Zinsersparnis braucht nicht als geldwerter Vorteil versteuert zu werden. |
| Arbeitsanalyse | Die Arbeitsanalyse beinhaltet die Beschreibung und Bewertung der Tätigkeit und ihres Umfeldes hinsichtlich der für den Analysezweck relevanten Eigenheiten. |
| Arbeitsanweisung | Die Arbeitsanweisung ist die detaillierte Anweisung zur Ausführung eines bestimmten Arbeitsschritts oder einer bestimmten Aufgabe. |
| Arbeitsbestätigung | Eine Arbeitsbestätigung entspricht einem einfachen Zeugnis, welches ausschliesslich über Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses Aussagen macht. |
| Arbeitsbuch | Das Arbeitsbuch ist ein Ausbildungshilfsmittel für den Lehrling und den Lehrmeister. Dem Lehrling dient es für Eintragungen und als Nachschlagewerk über wichtige berufsspezifische Arbeitsabläufe, dem Lehrmeister als Kontrollinstrument über den Ausbildungsverlauf und das Berufsinteresse und den Leistungswillen des Lehrlings. |
| Arbeitsgesetz | Das Bundesgesetz über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel, ArG, vom 13. März 1964 enthält Vorschriften des öffentlichen Rechts über den Schutz der Arbeitnehmenden in öffentlichen und privaten Unternehmen. Insbesondere hat es Vorschriften über die Gesundheitsvorsorge und Unfallverhütung, die Arbeits- und Ruhezeit, den Schutz der jugendlichen und weiblichen Arbeitnehmenden zum Inhalt. |
| Arbeitsgruppe, autonome | Eine autonome Arbeitsgruppe ist eine Gruppe, die keinen formalen Vorgesetzen hat, sich einen internen Führer wählt, nach aussen gemeinsam verantwortlich ist, und durch organisatorische Regelungen in das Gesamtsystem integriert ist. |
| Arbeitsgruppe, zeitautonome | Die zeitautonome Arbeitsgruppe verfügt über Zeitsouveränität und das Unternehmen interessiert sich nicht dafür, welches Mitglied der Gruppe zu welchem Zeitpunkt die Aufgaben erfüllt. Vorgegeben dabei sind nur gerade die Ziele und einige Eckwerte zur "Selbstorganisation". |
| Arbeitsinspektorat | Für den Vollzug der Bestimmungen des Arbeitsgesetzes sind teilweise die Kantone und zum Teil direkt das Bundesamt für Wirtschaft und Arbeit (BWA) zuständig. Dem BWA stehen dafür insbesondere die Eidgenössischen Arbeitsinspektorate als regionale Bundesstellen zur Verfügung. Zu deren Aufgaben gehören Mitwirkung bei der Unterstellung von industriellen Betrieben unter das ArG, Betriebsbesuche im Rahmen der Oberaufsicht, Erlass von Weisungen, Überprüfung von Verfügungen der kantonalen Behörden usw. |
| Arbeitsleistung | Die Arbeitsleistung ist die geleistete (erbrachte) Arbeit pro Zeiteinheit; Arbeitsmenge (z.B. Zahl bearbeiteter Werkstücke), die in einer Zeiteinheit (Stunde, Schicht, Woche) erreicht wird. |
| Arbeitslosenkasse | Es gibt öffentliche und private Kassen. Sie sind zuständig für die Auszahlung der Arbeitslosenentschädigung. Arbeitslose können ihre Kasse frei wählen. |
| Arbeitslosenversicherung | siehe ALV |
| Arbeitsmarktliche Massnahmen | Arbeitsmarktliche Massnahmen sind Leistungen zur Vorbeugung und Minderung von Arbeitslosigkeit. Dazu gehören: Kurse zur Umschulung und Weiterbildung, Programme zur vorübergehenden Beschäftigung, Einarbeitungszuschüsse, Förderung der frühzeitigen Pensionierung, Ausbildungszuschüsse, Förderung der Selbständigkeit u.ä. |
| Arbeitsmarktmassnahmen | Mit dem Ziel, arbeitslose Personen rasch und dauerhaft in den Arbeitsmarkt einzugliedern, stehen für die Steigerung der beruflichen Qualifizierung eine Reihe von Angeboten zur Verfügung, die von den RAV vermittelt werden; z.B. Weiterbildungskurse, Übungsfirmen, Berufspraktika, Ausbildungs- und Einarbeitungszuschüsse, Fördermassnahmen für die selbständige Erwerbstätigkeit. |
| Arbeitsprobe | Mit der Arbeitsprobe wird das erfolgsrelevante Verhalten anhand einer standardisierten Aufgabe beurteilt. |
| Arbeitsproduktivität | Die Arbeitsproduktivität ist die Kennzahl, welche die Ergiebigkeit von menschlicher Arbeit, gemessen als Verhältnis Output zu Arbeitseinsatz (z.B. bearbeitete Werkstücke pro Arbeitsstunde) misst. |
| Arbeitsrecht | Das Arbeitsrecht ist das für die Rechtsbeziehungen zwischen Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden geltende Recht. Sein Grundbestand ist die abhängige Arbeit. |
| Arbeitsunfähigkeit | Arbeitsunfähigkeit heisst, der Versicherte kann nicht mehr in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich eingesetzt werden. Im Gegensatz dazu ist er erst erwerbsunfähig, wenn er auf dem Arbeitsmarkt keine Stelle mehr findet. |
| Arbeitsvertrag | Der Arbeitsvertrag enthält alle für das Arbeitsverhältnis notwendigen Regelungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmenden. Der Arbeitsvertrag verpflichtet beide Vertragsparteien bezüglich der vereinbarten Rechte und Pflichten. |
| Arbeitsvertragsrecht | Das OR ordnet im 10. Titel den Arbeitsvertrag. Dazu gehören der Einzelarbeitsvertrag, der Lehrvertrag, der Handelsreisendenvertrag, der Heimarbeitsvertrag, der Gesamtarbeitsvertrag und der Normalarbeitsvertrag. Alle diese Vertragsverhältnisse sind Bestandteil des Privatrechts und wegen der starken Einwirkungen der Arbeitsverhältnisse auf die Persönlichkeit mit vielen zwingenden Vorschriften versehen. Die Freiheit der Vertragsgestaltung wird zusätzlich durch zwingende öffentlich-rechtliche Vorschriften wie Arbeitsgesetz und Berufsbildungsgesetz eingeschränkt. |
| Arbeitszeit | Als Arbeitszeit im Sinne des Gesetzes gilt die Zeit, während der sich der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin dem Arbeitgeber zur Verfügung halten muss. |
| Arbeitszeit, gleitende | Bei der gleitenden Arbeitszeit ist lediglich die Kernzeit verpflichtend (z.B. zwischen 9.00 Uhr und 11.30 Uhr bzw. zwischen 14.00 Uhr und 16.00 Uhr), die Rahmenzeiten können individuell erfüllt und übertragen werden. |
| Arbeitszeit, variable | Die variable Arbeitszeit bezeichnet die gleitende Arbeitszeit ohne feste Kernzeit. |
| Assessment Center | Das Assessment Center (AC) ist ein Methodenset verschiedener eignungsdiagnostischer Verfahren zur Beurteilung von Eignung und Leistung. Mehrere geübte Beurteiler beobachten eine Gruppe von Kandidaten, um Aufschluss über deren Potential zu gewinnen. Zu den typischen AC-Verfahren gehören u.a. die führerlose Gruppendiskussion, der Postkorb, Präsentationen, Interviews. |
| Aufhebungsvertrag | Vertrag, mit dem der Arbeitgeber auf die Arbeitsleistung verzichtet (Freistellung), sofern der Arbeitnehmende auf gewisse Gegenleistungen ebenfalls verzichtet (z.B. Urlaubstage werden mit Freistellung abgegolten). |
| Ausgesteuert | Ausgesteuert sind Arbeitslose, die sämtlichen möglichen Taggelder bezogen haben. |
| Austrittsinterview | Ein Austrittsinterview ist ein Gespräch mit einem aus der Unternehmung austretenden Mitarbeiter zur Ermittlung des Austrittsgrundes. |
| Austrittsleistung | Die Austrittsleistung ist die reglementarische Leistung, die einem Versicherten gewährt wird, der aus der Personalvorsorgeeinrichtung austritt (auch "Freizügigkeitsleistung" genannt) |
| Avaz | Bei Avaz ("Aufgabenorientierte variable Arbeitszeit") wird im Gegensatz zur Gleitzeitregelung, welche die Anwesenheit aufgrund der Blockzeiten schematisch vorschreibt, der Arbeitseinsatz durch die Erledigung der Aufgaben oder aufgrund der Anforderungen der Kunden definiert und gesteuert. |
| AVG | Arbeitsvermittlungsgesetz |
| AVIG | Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung |
| AVIV | Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung |
| AVV | Arbeitsvermittlungsverordnung |
| AWA | Amt für Wirtschaft und Arbeit |
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| Bachelor | Das Hochschulstudium ist so strukturiert, dass der erste berufsqualifizierende Abschluss nach drei bis vier Jahren mit dem Bachelor Degree (Undergraduate Degree) und der zweite Abschluss mit einer Regelstudienzeit von ein bis zwei Jahren mit dem Master (Graduate Degree) erworben wird. Bachelorstudiengänge sind in der Regel berufsqualifizierend und lösen das bisherige Fachhochschuldiplom ab. Bachelorabschlüsse ausländischer Bildungssysteme sind nicht so eindeutig definiert sind, wie es der international verbreitete Gebrauch des Begriffs vielleicht vermuten lässt. Der "einfache" Bachelor, z.B. nach dreijährigem College-Studium in den USA erworben, kann nicht per se als ein dem CH-Fachhochschuldiplom gleichwertiger Studienabschluss eingestuft werden. |
| BBG | Das Berufsbildungsgesetz (BBG), mit vollem Namen Bundesgesetz über die Berufsbildung ist die wichtigste gesetzliche Grundlage zur beruflichen Grund- und Weiterbildung in den Berufen der Industrie, des Handwerks, des Handels, des Bank-, Versicherungs-, Transport- und Gastgewerbes und anderer Dienstleistungsgewerbe sowie der Hauswirtschaft. Es enthält die öffentlich-rechtlichen Vorschriften des Bundes zur Berufsberatung, Beruflichen Grundausbildung, Beruflichen Weiterbildung und Berufsbildungsforschung. |
| BBI | BBI steht für Bundesblatt der Schweizerischen Eidgenossenschaft |
| BBT | BBT ist die Abkürzung für Bundesamt für Berufsbildung und Technologie. Das BBT untersteht dem Eidg. Volkswirtschaftsdepartement (EVD). In der Berufsbildung liegt der Vollzug des Bundesgesetzes über die Berufsbildung vornehmlich bei den Kantonen. |
| BBV | BBV ist die Abkürzung für Verordnung über die Berufsbildung. |
| Beanspruchung | Man unterscheidet zwischen körperlicher, mentaler und emotionaler Beanspruchung. Insgesamt wird Beanspruchung durch das Ausmass der Belastung, die zur Verfügung stehenden Ressourcen (Kenntnisse, allgemeine Leistungsfähigkeit, momentane Befindlichkeit usw.) und durch die eigenen Handlungsmöglichkeiten, die Beanspruchung zu regulieren, bestimmt. |
| Bedürfnispyramide | Die Maslowsche Bedürfnispyramide zeigt auf, dass die menschlichen Bedürfnisse in einer abgestuften Hierarchie angeordnet sind. Erst wenn ein Mensch das dringlichste Bedürfnis befriedigt hat, versucht er das nächsthöhere Bedürfnis zu stillen. |
| Beitragslücke | Bei der Beitragslücke handelt es sich um die Zeitspanne von mindestens einem Jahr, in der keine AHV-Beiträge einbezahlt werden. |
| Beitragsperiode | Die Beitragsperiode ist der Zeitabschnitt, in dem Beiträge geschuldet werden oder anfallen. |
| Beitragsprimat | Die Beitragshöhe wird reglementarisch in Höhe einer Bezugsgrösse (z.B. massgeblicher Lohn) festgelegt, und daraus die Höhe der Leistung ermittelt. |
| Berufsbild | Das Berufsbild ist die Beschreibung der typischen, merkmalsrelevanten Tätigkeiten eines Berufes (resp. einer bestimmten Berufsgruppe). Die zur Erfüllung der konkreten Aufgaben notwendigen Voraussetzungen, Fähigkeiten und Eigenschaften ergänzen i.d.R. die Beschreibung. Es fehlen dagegen Aussagen zur organisatorischen Eingliederung, zu Information und Kommunikation sowie zu Kompetenzen und Verantwortlichkeiten. |
| Berufsbildungsamt | Gemäss BBG haben die Kantone die berufliche Ausbildung zu überwachen, die Lehrverträge zu kontrollieren und zu genehmigen, und sie sind für weitere Vollzugsentscheidungen zuständig. Das wichtigste Vollzugsorgan für diese Staatsaufgaben in den Kantonen ist das Amt für Berufsbildung. Die wohl wichtigste Aufgabe des Berufsbildungsamtes ist aber die Vermittlung und Beratung. Für alle Vollzugsfragen steht es den Lehrvertragsparteien und Dritten zur Verfügung. |
| Berufsfeld | Ein Berufsfeld oder Tätigkeitsfeld umfasst eine ganze Reihe von Berufen aus einem Bereich. |
| Berufsmatura | Als Schnittstelle zwischen Berufslehre und Fachhochschule ist die Berufsmatura geschaffen worden. Ziel der Berufsmatura ist neben der Vorbereitung auf die spätere Berufstätigkeit die Vermittlung einer vertieften Allgemeinbildung. Absolventen der Berufsmatura erwerben eine doppelte Qualifikation. Einerseits sind sie gelernte Berufsleute und andrerseits verfügen sie über eine gute Grundlage für zahlreiche Weiterbildungsgänge. Sie sind zudem zum prüfungsfreien Eintritt in eine ihrer Grundausbildung entsprechende Fachhochschule berechtigt. Die Berufsmatura kann auf verschiedenen Wegen erworben werden: Während der Lehre in der Berufsmittelschule oder nach Lehrabschluss im Voll- oder Teilzeitstudium. |
| Berufsprüfung | Durch die Berufsprüfung soll festgestellt werden, ob der Bewerber die erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse besitzt, um die Stellung eines Vorgesetzten zu bekleiden oder eine berufliche Funktion zu erfüllen, die wesentlich höhere Anforderungen stellt als die Berufslehre. Wer die Berufsprüfung bestanden hat, erhält einen eidgenössischen Fachausweis. |
| Beschäftigungsgrad | Der in Prozent berechnete Anteil der effektiv gearbeiteten wöchentlichen Arbeitsstunden im Vergleich zur 42-Stunden-Woche. |
| Betriebsferien | Bei Betriebsferien müssen alle Arbeitnehmenden einer Unternehmung während einer bestimmten Zeit gleichzeitig ihre Ferien beziehen. Liegen die Betriebsferien ausserhalb der Berufsschulferien, so ist z.B. der Lehrling grundsätzlich verpflichtet, den beruflichen Unterricht zu besuchen. Die für den besuchten Unterricht aufgewendete Zeit ist dem Ferienguthaben des Lehrlings gutzuschreiben. |
| Betriebsklima | Unter dem Begriff "Betriebsklima" versteht man die Qualität der sozialen Atmosphäre einer Unternehmung. Das Betriebsklima wird meistens mit dem Begriff "Unternehmenskultur" gleichgesetzt. |
| Betriebsordnung | Mit der Betriebsordnung werden diejenigen Anstellungsbedingungen geregelt, die nicht Gegenstand des Arbeitsvertrags sind. |
| Betriebspsychologie | Betriebspsychologie lässt sich als Wissenschaft kennzeichnen, die auf zwischenmenschlichen Beziehungen beruhende Aktionen und Verhaltensweisen der Mitarbeitenden untersucht, die sich positiv oder negativ in der Unternehmung auswirken können. |
| Bewerbungsunterlagen | Die Bewerbungsunterlagen (auch Bewerbungsdossier genannt) beinhaltet das Anschreiben, evtl. Deckblatt, Lebenslauf mit Foto und Zeugnis(se). |
| Bezugsbasis | Die Bezugsbasis ist einer der wichtigsten Parameter des variablen Entgeltsystems. Sie beinhaltet Erfolgskriterien, an deren Entwicklung die variable Vergütung gekoppelt ist. Erfolgskriterien dienen dabei nicht nur der Bestimmung und der Berechnung der materiellen Entgelte. Sie haben auch die Funktion, die Tätigkeiten einer Führungskraft als erfolgreich oder als weniger erfolgreich zu bezeichnen. |
| BFA | Bundesamt für Ausländerfragen |
| BGE | Bundesgerichtsentscheid, zitiert nach der Amtlichen Sammlung des Schweizerischen Bundesgerichts |
| Bildungscontrolling | Controlling von Bildungsaktivitäten mit dem Ziel, Planung, Durchführung und Kontrolle der Bildungsaktivitäten durch kontinuierliche Informationen zu unterstützen, diese aufzubereiten und Empfehlungen zu geben. |
| Bildungsurlaub | Unter einem Bildungsurlaub wird i.d.R. eine bezahlte oder unbezahlte Freistellung der Mitarbeiter zu persönlichen Bildungszwecken verstanden. Die Kostenbeteiligung des Arbeitgebers hängt oft davon ab, inwieweit er an der Ausbildung interessiert ist. Der Bildungsurlaub ist nicht gesetzlich geregelt. Hingegen finden sich Vereinbarungen dazu in einigen Gesamtarbeitsverträgen. |
| BIZ | Berufsinformationszentrum |
| Blindbewerbung | Eine Blindbewerbung (auch Spontanbewerbung oder Initiativbewerbung genannt) ist eine Bewerbung, die an Unternehmen geschickt wird, ohne dass eine konkrete Ausschreibung für eine offene Stelle seitens des Unternehmens vorliegt. |
| Bologna-Reform | Seit den 90er-Jahren zielen internationale und namentlich europäische Reformen darauf ab, die Mobilität der Studierenden und die Zusammenarbeit zwischen Ausbildungsstätten nachhaltig zu verbessern. Kernpunkte der Bologna-Reform (oder Bologna-Deklaration) sind das zweistufige Studiensystem mit Bachelor und Master und die Einführung eines Leistungspunktesystems, das Transparenz und Vergleichbarkeit der Abschlüsse ermöglicht. |
| Bonus | Der Bonus ist der Teil der variablen Vergütung, die über das Grundgehalt hinaus gezahlt wird. Der Bonus kann eine einmalige, freiwillige Leistung des Unternehmens sein, er kann aber auch als garantierte Zahlung den Mitarbeitenden für das Erfüllen einer Zielvereinbarung belohnen. |
| Bruttolohn | Der Bruttolohn entspricht dem Lohn vor den Sozialabzügen und ist der massgebende Lohn für die AHV/IV/EO. |
| Burnout | Burnout wird als Ergebnis eines Prozesses definiert, der sich aus Arbeitsbelastungen und Stress (resp. Stressbewältigung) zusammensetzt. Dieser Zustand entwickelt sich langsam, d.h. über einen Zeitraum von konstantem Stress und Energieeinsatz. |
| BV | Berufliche Vorsorge |
| BVG | Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG-Gesetz) |
| BVV 2 | Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG-Verordnung) |
| BVV 3 | Verordnung über die steuerliche Abzugsberechtigung für Beiträge an anerkannte Vorsorgeformen |
| BWA | Bundesamt für Wirtschaft und Arbeit |
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| Cafeteria-System | Beim Cafeteria-System können die Mitarbeitenden zwischen verschiedenen Entgeltbestandteilen innerhalb eines bestimmten Budgets selber auswählen (Leistungsanreiz). Diese Vergütungselemente beinhalten sinnvollerweise materielle und immaterielle Komponenten (z.B. Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Arbeitszeitsystemen, Beteiligungsmöglichkeiten an der Unternehmung, Dienstfahrzeug u.v.m.) |
| Career Center | Das Career Center (oft auch als Career Service oder Placement Office bezeichnet) ist eine Business-School-interne Einrichtung. Die Studierenden werden in Fragen der Karriereplanung unterstützt. Das Leistungsspektrum reicht von der individuellen Karriereberatung über bis hin zur Organisation von Rekrutierungsveranstaltungen. |
| CAS | Das Certificate of Advanced Studies (CAS; ehemals NDK oder Nachdiplomkurs) ist eine berufsbegleitende Weiterbildung. Für den Abschluss eines CAS müssen mind. 10 ECTS-Punkte erreicht werden. |
| CBT | CBT steht für Computer Based Training und umfasst die computergestützten Lernprogramme. Im Gegensatz zu WBT (Web Based Training) handelt es sich um Offline-Lernprogramme (z.B. CD-ROM). |
| Chiffre-Inserat | Ein Chiffre-Inserat ist eine mit einem Kennwort gekennzeichnete Anzeige, bei welcher der Auftraggeber anonym bleiben möchte. Dies kann sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitssuchende Sinn machen. |
| Coach | Ein Coach ist eine Person, die eine andere Person (zumeist eine Führungskraft) für einen vereinbarten Zeitraum und für die Erreichung eines bestimmten Ziels fachlich, aber auch oder v.a. bei der Weiterentwicklung der Sozial- und Führungskompetenz und meist auch mental unterstützt. |
| Coaching | Coaching ist eine Trainingsform, die auf die Entwicklung und Ausformung der Persönlichkeit abzielt, und zwar so, dass die Person in der Lage ist, sich selbst zu helfen. Coaching ist eine intensive und individuelle Beratung und Betreuung in beruflichen und persönlichen Fragen. |
| Consecutive | siehe konsekutiv |
| Corporate Identity | Corporate Identity verfolgt das Ziel, ein einheitliches und unverwechselbares Unternehmensbild zu kreieren, damit interne und externe Anspruchsgruppen die Unternehmung eindeutig positionieren können. Corporate Identity dient somit als Richtschnur für alle kommunikativen Massnahmen einer Unternehmung. |
| Corporate Image | Corporate Image bezeichnet, wie die Unternehmung effektiv erlebt wird (Fremdbild). |
| Credits | siehe ECTS |
| CV | Das CV (Curriculum Vitae) ist der Lebenslauf, welcher in übersichtlicher Untergliederung festhaltet, welche wichtigen Ausbildungs- und Praxis-Stationen der Bewerber durchlaufen hat. |
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| DAS | Das Diploma of Advanced Studies (DAS) ist eine berufsbegleitende Weiterbildung. Für den Abschluss eines DAS müssen mind. 30 ECTS-Punkte erreicht werden. Für ein DAS ist eine Diplomarbeit zu erstellen. Das DAS geniesst Anerkennung, wenn es von einer akkreditierten, d.h. genehmigten Hochschule ausgestellt wird. |
| Datensicherheit | Datensicherheit umfasst Massnahmen zur Sicherung der Personendaten, d.h. Datensammlungen müssen durch angemessene technische und organisatorische Massnahmen gegen unbefugte oder zufällige Vernichtung, zufälligen Verlust, technische Fehler, Fälschung, Diebstahl oder widerrechtliche Verwendung und unbefugtes Bearbeiten geschützt werden. |
| DBA | Doctor of Business Administration; in Dauer, Aufwand und wissenschaftlichem Anspruch gleicht ein DBA-Programm einem klassischen Promotionsstudiengang. Während die herkömmliche Promotion eher eine theoretische Grundlagenforschung umfasst, wird bei einem DBA eine praxisbezogene Arbeit erwartet. |
| Diplom | Erfolgreiche Absolventen von höheren Fachprüfungen erhalten ein vom BBT ausgestelltes Diplom. Als Titel für den Inhaber des Diploms kann der betreffenden Berufsbezeichnung der Zusatz "diplomiert" (z.B. dipl. bzw. eidg. dipl. Marketingleiter) verwendet werden. Die erfolgreichen Absolventen von anerkannten Handelsmittelschulen, von Technikerschulen, von Höheren kaufmännischen Gesamtschulen, von Höheren Fachschulen und den Fachhochschulen erhalten ebenfalls ein Diplom. |
| Direktansprache | Die Direktansprache ist eine Rekrutierungsmethode, wie sie v.a. von Headhuntern praktiziert wird. Die anvisierte Person wird dabei z.B. mit folgender Frage direkt angesprochen: "Kennen Sie jemanden, der sich für diese Position interessieren würde?". |
| Dissertation | Bei einer Dissertation handelt es sich um eine wissenschaftliche Forschungsarbeit, die nach dem Hochschulabschluss zur Erlangung des Doktortitels führt. |
| Dritte Säule | Die 3. Säule dient der Selbstvorsorge. Ihr Zweck ist es, den individuellen Vorsorgebedarf, welcher aus den Leistungslücken der 1. und 2. Säule entstehen kann, freiwillig abzudecken. Unterschieden wird dabei die gebundene Vorsorge der Säule 3a und die freie Vorsorge der Säule 3b. |
| Dritte Seite | Eine sogenannte 3. Seite entspricht einem Anhang an Ihren Lebenslauf. Mit dieser 3. Seite können Sie sich nochmals positiv positionieren. So können Sie beispielsweise etwas zu Ihrer Motivation, zu Ihren beruflichen Zielen oder zu besonderen Fähigkeiten sagen. Da diese zusätzlichen Informationen für manche Lesenden überraschend kommen, ziehen Sie damit möglicherweise die Aufmerksamkeit auf sich. Diese Seite können Sie - müssen Sie aber nicht - als Ergänzung Ihrer Bewerbung beifügen. |
| DSG | Datenschutzgesetz |
| Dual Career Couples | Dual Career Couples (DCC) sind Paare bzw. Familien, bei denen beide Partner bzw. Eltern laufbahnorientiert berufstätig sind - in derselben oder in unterschiedlichen Unternehmungen - und gleichzeitig Wert auf ihre Partnerschaft bzw. ihr Familienleben legen. Kennzeichnend für diese Lebensform sind die starke Beziehungsorientierung und das Streben, Laufbahn- als auch Familienpläne unter einen Hut zu bringen. |
| Dual MBA | Einzelne privaten Business Schools betreiben Kooperationen mit Partneruniversitäten (in Grossbritannien und den USA). Dadurch kommen die Studierenden in den Genuss zweier MBA-Diplome. |
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| E-Learning | Lernen unter Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien |
| E-Portfolio | Ein ePortfolio ist ein webbasiertes, persönliches Informations- und Dokumentationssystem mit privaten, bildungs- und berufsrelevanten Inhalten, welches zum einen die persönliche Entwicklung unterstützt und zum anderen diverse Funktionalitäten wie Archivierung, vereinfachte Distribution von Daten, soziale Interaktion zur Verfügung stellt (siehe auch www.careerportfolio.ch). |
| ECTS | European Credit Transfer System; Dank dem European Credit Transfer System (ECTS) ist es möglich, Auslandstudien an das Studium in der Schweiz anzurechnen. Der Zeitpunkt und die Länge des Auslandstudiums haben allerdings einen Einfluss auf die Anrechnungspraxis. ECTS-Punkte werden auch als Credit Points, Leistungspunkte, Kreditpunkte oder Studienpunkte bezeichnet. ECTS steht für "European Credit Transfer System". Dieses System soll die Mobilität in Europa durch die Anrechnung der Studienleistungen fördern. Die ECTS-Punkte beschreiben den angenommenen Arbeitsaufwand von Studierenden. |
| ECVET | Das Kreditpunktesystem European Credit System for Vocational Education and Training soll dazu dienen, die anrechenbaren Leistungen in der Berufsbildung zu messen. Im Unterschied zu den ECTS soll hier die Praxiserfahrung ebenfalls in die Bewertung mit einfliessen. |
| Edutainment | Der Begriff ist eine Wortkombination aus "Entertainment" und "Education" und bedeutet "unterhaltsames Lernen". Die Informationsaufnahme wird erleichtert , indem der Lerninhalt attraktiv aufbereitet und den Lernenden zur Verfügung gestellt wird. Ziel ist in erster Linie eine höhere Lernmotivation. |
| EFZ | Das eidg. Fähigkeitszeugnis ist ein Ausweis über die erfolgreich abgeschlossene Lehre. |
| Eignungsdiagnose | Die Eignungsdiagnose ist die systematische Untersuchung der Erfolgswahrscheinlichkeit durch Vergleich der Anforderungen mit individuellen Merkmalsausprägungen. |
| Einkommen, steuerbares | Einkommen nach Abzug aller Abzüge; dieses Einkommen bildet die Basis, auf welcher die Steuerskala angewendet wird. |
| Eintrittsgeld | Das Eintrittsgeld bzw. die finanzielle Beteiligung beim Eintritt in eine Leistungsprimatkasse entspricht dem Betrag, der notwendig ist, um die reglementarischen, vom Eintrittsalter und den zukünftigen Beitragsjahren des Versicherten abhängigen Leistungen erreichen zu können. Durch das Eintrittsgeld werden keine Beitrags- oder Versicherungsjahre eingekauft. Wird es nicht bezahlt, werden die reglementarischen Leistungen gekürzt. |
| Eintrittsgeneration | Die Eintrittsgeneration ist diejene Generation, welche bei Inkrafttreten des BVG am 1.1.1985 das 25. Altersjahr überschritten und das Rentenalter noch nicht erreicht hat. |
| ELG | Bundesgesetz über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge |
| Emotionale Intelligenz | Emotionale Intelligenz (EQ) bedeutet gemäss Daniel Goleman, die eigenen Gefühle zu kennen und sie so zu lenken, dass man ihnen nicht hilflos ausgesetzt ist; sich selbst zur Kreativität, Bewältigung von Aufgaben und zu Spitzenleistungen motivieren zu können; zu spüren, was andere gerade empfinden, und Beziehungen aktiv gestalten zu können. |
| Employability | Employability oder Arbeitsmarktfähigkeit bezeichnet einerseits die Fähigkeit des Einzelnen, sich dem wandelnden Arbeitsmarkt anpassen zu können und andererseits das Steuerungskonzept einer Unternehmung, Beschäftigungsverhältnisse flexibler zu gestalten. |
| EO-Karte | Bei der EO-Karte handelt es sich um die Soldmeldekarte, die jeder Dienstleistende am Ende des Dienstes erhält. Darauf sind Kartenart, Dienstart, Dienstperiode und die Anzahl der Diensttage vermerkt. Diese Informationen sind nötig, um die Rückerstattungsbeträge für die Militärabsenz von der Ausgleichskasse zu erhalten. |
| EOG | Bundesgesetz über die Erwerbsersatzordnung für Wehr- und Zivilschutzpflichtige |
| EQUIS | Akkreditierungsprogramm der emfd, das europäische Business Schools überprüft. Im Gegensatz zur AMBA prüft EQUIS die Schulen als Ganzes - nicht einzelne MBA-Programme. Ein MBA-Programm einer Hochschule mit EQUIS-Siegel gilt daher automatisch als akkreditiert. |
| Erfolgsbeteiligung | Die Erfolgsbeteiligung entspricht i.d.R. einem zusätzlichen Leistungsentgelt, das nicht von den Leistungen des Einzelnen, sondern vom gemeinsam erzielten wirtschaftlichen Ergebnis abhängt. |
| Ergonomie | Die Ergonomie (bzw. Arbeitswissenschaft) ist die Wissenschaft von den Leistungsmöglichkeiten und -grenzen des Menschen und den Belastungsfaktoren bei der Arbeit sowie der besten wechselseitigen Anpassung zwischen dem Menschen und seinen Arbeitsbedingungen. Die Ergonomie beschäftigt sich mit der Analyse der menschlichen Eigenschaften und deren Ableitung bei der Gestaltung der Arbeit, und zwar von Arbeitsumgebung, -platz, -mittel und -organisation. |
| Erste Säule | Die AHV/IV ist für in der Schweiz wohnhafte oder erwerbstätige Personen obligatorisch. Die AHV/IV-Renten sollen im Alter sowie bei Tod oder Invalidität den Existenzbedarf decken. Die AHV/IV-Beitragspflicht beginnt für Erwerbstätige am 1. Januar nach vollendetem 17. Altersjahr und endet mit Aufgabe der Erwerbstätigkeit, frühestens jedoch mit Erreichen des ordentlichen AHV-Alters. Die Höhe der Rente ist abhängig von der Höhe der Beiträge und von der Beitragsdauer. Fehlende Beitragsjahre führen dabei zu einer entsprechenden Kürzung der Rente. |
| Erwerbsunfähigkeit | Erwerbsunfähigkeit bezeichnet den Fall einer Person, die auf dem Arbeitsmarkt keine Stelle mehr findet. Im Gegensatz dazu heisst Arbeitsunfähigkeit, dass der Versicherte kann nicht mehr in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich eingesetzt werden. |
| Essays | Um an einer MBA-Schule aufgenommen zu werden, bedarf es eines sieben- bis zehnseitigen "Aufsatzes". Der Bewerber muss sich hier selbst darstellen und z.T. einige von der Business School vorgegebene Fragen beantworten. |
| European Credit Transfer System | siehe ECTS |
| EVG | Eidgenössisches Versicherungsgericht, Luzern (Bestandteil des Bundesgerichts) |
| Executive BBA | Programm, das sich vorwiegend an Managerinnen und Manager mit mehrjähriger Management-/Führungserfahrung wendet. Im Gegensatz zum Executive MBA handelt es sich hierbei um einen Undergraduate Degree (siehe BBA). |
| Executive MBA | Programm, das sich vorwiegend an Managerinnen und Manager mit mehrjähriger Management-/Führungserfahrung wendet. Meist werden Executive-Programme in Teilzeitform, als Modularprogramm oder als reines Fernstudium angeboten. Die Teilnehmenden sind i.d.R. zwischen 30 und 45 Jahre alt. |
| Executive Search | In der Regel wird Executive Search mit Head Hunting gleichgesetzt. Gewisse Personen unterscheiden die Begriffe, indem sie dem Head Hunting nur die Direktansprache von Führungskräften zuordnen, während das Executive Search anzeigengestützt Führungskräfte sucht. |
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| Fachausweis | siehe Berufsprüfung |
| Fachhochschule | In der Schweiz gibt es ingesamt 8 genehmigte Fachhochschulen mit den jeweiligen Instituten, davon sind 7 staatlich, d.h. deren Trägerschaft sind Gemeinwesen (meist Kantone). Die einzige privat-rechtlich getragene, direkt dem Bundesrat unterstellte Fachhochschule ist die Kalaidos-Fachhochschule. |
| Fachlaufbahn | Die Spezialistenlaufbahn ist eine Laufbahn ohne Personalverantwortung, wobei der Aufstieg primär auf nachgewiesener fachlicher Kompetenz beruht und nicht mit einem Zuwachs an Managementaufgaben einhergeht. |
| Fähigkeiten | Fähigkeiten bezeichnen eine überwiegend angeborene, nur in engen Grenzen trainierbare Ausstattung des Menschen mit elementaren geistigen und körperlichen Funktionen und basieren auf der neurophysiologischen Ausstattung des Individuums |
| Fehlzeiten | Als Fehlzeit (Absenz) wird jene Arbeitszeit verstanden, in der die Mitarbeitenden infolge Krankheiten, Unfall , Kur, Schwangerschaft und persönlichen Gründen ihren vertraglich festgelegten Verpflichtungen gegenüber dem Arbeitgeber nicht nachkommen können. |
| Fertigkeiten | Fertigkeiten basieren auf Fähigkeiten und Kenntnissen, welche zu Bestandteilen von Handlungen verbunden werden und "automatisiert" abgerufen werden können. Sie entstehen durch Übung. |
| FIBAA | The Foundation for International Business Administration Accreditation; Akkreditierungs-Institution, die MBA-Programme anhand von Mindeststandards beurteilt und ein entsprechendes Gütesiegel verleiht. |
| Fluktuation | Die Fluktuation steht für jedes auf Dauer angelegte Ausscheiden eines Arbeitnehmers aus dem Unternehmen, welches nicht einseitig unternehmerisch bedingt ist. Nicht zur Fluktuation gehören: Kündigung durch den Arbeitgeber, Aufhebungsverträge, die ausschliesslich der Vermeidung einer Arbeitgeberkündigung dienen, Auslaufen befristeter Verträge, vorübergehende bzw. befristete Beurlaubungen und sonstige Absenzen |
| Fluktuation, natürliche | Unter der natürlichen Fluktuation versteht man die freiwilligen Abgänge sowie die Austritte infolge Pensionierung oder Todesfall. |
| Fördergespräch | Im Fördergespräch sollen die Mitarbeitenden die Gelegenheit haben, ihre individuellen Entwicklungsbedürfnisse zu äussern. Umgekehrt soll die Führungskraft den Mitarbeitenden Klarheit über die vorhandenen Entwicklungsmöglichkeiten verschaffen. |
| Fortbildung | Unter Fortbildung versteht man die systematische Vertiefung und Erweiterung des Wissens und Könnens mit dem Ziel, auf eine qualifiziertere Aufgabe vorbereitet zu sein. |
| Fragebogen, biografischer | Der biografische Fragebogen ist die standardisierte Form der Selbstbeschreibung zur Prognose des künftigen Erfolgs im Beruf aus vergangenem Verhalten und persönlichen Erfahrungen. |
| Fragen, geschlossene | Geschlossene Fragen beginnen normalerweise mit einem Verb und lassen als Antwort nur ja oder nein zu. Man spricht deshalb auch von digitalen Fragen. |
| Fragen, offene | Offene oder öffnende Fragen beginnen normalerweise mit einem W-Fragewort. Man nennt sie deshalb auch W-Fragen. Sie öffnen den Dialog und geben dem Gefragten die Möglichkeit, eine ausführliche Antwort zu formulieren. |
| Freizügigkeitsleistung | siehe unter "Austrittsleistung" |
| Freizügigkeitsstiftung | Die Freizügigkeitsstiftung ist die Einrichtung der Bank mit dem Zweck, das durch Freizügigkeit anfallende Vorsorgekapital steuerfrei zu günstigen Bedingungen anzulegen und zu verwalten. |
| Führung | Führung ist zielorientierte soziale Einflussnahme zur Erfüllung gemeinsamer Aufgaben. Führung heisst somit Menschen von einer Idee überzeugen und sie befähigen, diese Überzeugung in aktives Handeln umzusetzen. |
| Führungslaufbahn | Beschreibt den Aufstieg in der traditionellen Führungshierarchie |
| Führungsmittel | Führungsmittel sind Instrumente und Massnahmen, mit denen die Führungskraft zielgerichtet und situativ auf die Leistung der Mitarbeiter Einfluss nimmt. |
| Führungsstil | Der Führungsstil bezeichnet die individuelle bzw. personenabhängige Art, Führungsaufgaben wahrzunehmen. |
| Führungsstil, | Beim "Laisser-faire"-Führungsstil bewältigen die Mitarbeiter die anfallenden Aufgaben ohne jegliche Beeinflussung durch die Führungskraft. |
| Führungsstil, autoritärer | Der autoritäre Führungsstil zeichnet sich dadurch aus, dass der Vorgesetzte allein entscheidet und Weisungen erteilt. Die Mitarbeiter (in diesem Fall könnte man auch von Untergebenen sprechen) sind grundsätzlich nur Ausführende. Die ausgeprägt autoritäre Führungskraft herrscht mit eiserner Hand, legt auf die Arbeitsmenge besonderen Wert, verlangt von leistungsschwachen Mitarbeitern, dass sie mehr aus sich herausholen, kümmert sich kaum um die Probleme und Anliegen der Mitarbeiter und lässt die Mitarbeiter nicht am Entscheidungsprozess partizipieren. |
| Führungsstil, kooperativer | Der kooperative Führungsstil zeichnet sich dadurch aus, dass die Führungskraft und die Mitarbeiter die Zielsetzungen und Lösungen von Problemen miteinander erarbeiten. Der Grad der Mitwirkung der Mitarbeiter kann dabei sehr unterschiedlich ausfallen. Gerade für die Bewältigung von komplexen Aufgaben mit geringem Repetitionsgrad ist dieser Führungsstil sinnvoll. Es ist aber zu beachten, dass dieser Führungsstil hohe Anforderungen an alle Beteiligten stellt. |
| FZG | Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge |
| FZV | Verordnung über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge |
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| GAV | Der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) ist eine Vereinbarung zwischen einzelnen Arbeitgebern oder deren Verbänden einerseits und Arbeitnehmer-Verbänden (Gewerkschaften) andererseits. Gegenwärtig gibt es in der Schweiz rund 1400 GAV. Im Vordergrund stehen jene Verträge, worin die beiden Parteien Bestimmungen aufstellen über Abschluss, Inhalt (beispielsweise bezüglich Lohnsätzen) und Beendigung der einzelnen Arbeitsverhältnisse. In GAV sind vielfach Vereinbarungen enthalten über die Rechte und Pflichten der GAV-Parteien untereinander, etwa über den Vollzug des GAV und die Friedenspflicht. |
| Gesamtarbeitsvertrag | siehe GAV |
| GIG | GIG steht für Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann (Gleichstellungsgesetz). |
| GLAZ | GLAZ ist die Abkürzung für gleitende Arbeitszeit. Die Arbeitnehmenden können bei diesem Arbeitszeitmodell Anfang und Ende der Arbeitszeit in einem vorgegebenen Rahmen und unter Einhaltung von Blockzeiten selbst bestimmen. |
| Gleichstellungsgesetz | Das Gleichstellungsgesetz beschäftigt sich mit Diskriminierungen im Erwerbsleben und gilt für alle Anstellungsverhältnisse in der Privatwirtschaft wie auch in öffentlichen Verwaltungen und Institutionen. |
| GMAT | Der GMAT (Graduate Management Admission Test) ist eines der weltweit bekanntesten Testverfahren zur Beurteilung der allgemeinen und mathematischen Qualifikation. Oft ist eine entsprechende GMAT-Punktzahl (abhängig von der Business School) eine der Voraussetzungen zur Zulassung. |
| Gordon-Training | Das Gordon-Training basiert auf Prinzipien der Gesprächsführung (aktives Zuhören, Senden von Ich-Botschaften und Jeder-gewinnt-Methode). Gordon geht davon aus, dass die Beeinflussung (ohne Machtausübung) Schlüssel des Führungserfolges ist. |
| Grafologie | Die Grafologie steht für die Analyse der Handschrift. Grafologen gehen davon aus, dass Menschen ihren Charakter durch die Handschrift ausdrücken, und die Schrift deshalb Persönlichkeitsmerkmale und deren Tendenzen aufdeckt. |
| Gratifikation | Die Gratifikation ist eine Sondervergütung, die bei besonderen Anlässen bezahlt wird (u.a. abhängig von Erfolgskriterien, Funktion, Dienstalter oder hierarchischer Stufe). |
| Gruppendiskussion, führerlose | Mehrere Kandidaten führen ein Gespräch. Da zuvor kein Gesprächsführer ernannt wurde, werden während des Verlaufs die einzelnen Kandidaten von Beobachtern systematisch beurteilt. Von besonderem Interesse sind beispielsweise Kandidaten, die in der Lage sind, die Gesprächsleitung zu übernehmen. |
| Gruppendynamik | Unter Gruppendynamik versteht man die sozio-emotionalen Prozesse, die sich bei der Erledigung von Aufgaben in Teams abspielen. |
| Günstigkeitsprinzip | Die Rechtsquellen schützen v.a. die schwächere Partei, enthält eine Rechtsquelle die in der Rangfolge tiefer ist, eine für den Arbeitnehmer bessere Bestimmung, so gilt diese. Ausgenommen sind die zwingenden Bestimmungen! |
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| Halo-Effekt | Der Halo-Effekt entspricht einer Bewertungseinstellung, nach der ein Beurteiler alle Merkmale, zu denen er sich persönlich bekennt, oder die er als positiv betrachtet, überbewertet und dieses Urteil auf andere Kriterien abfärbt. |
| Head Hunting | In der Regel wird Head Hunting mit Executive Search gleichgesetzt. Gewisse Personen unterscheiden die Begriffe, indem sie dem Head Hunting nur die Direktansprache von Führungskräften zuordnen, während das Executive Search anzeigengestützt Führungskräfte sucht. |
| Headcount | Anzahl Mitarbeitende |
| Heimarbeit | Bei der Heimarbeit kann der Arbeitnehmende selbst bestimmen, wo er die Arbeitsleistung ausführt. |
| HFW | ehemals HKG; siehe Höhere Fachschule |
| Höhere Fachprüfung | Obere Stufe der Fachprüfungen (eidg. Diplom). Es gibt zurzeit rund 160 verschiedene Höhere Fachdiplome in der Schweiz; z.B. eidg. dipl. Verkaufsleiter. |
| Höhere Fachschule | Höhere Fachschulen sind Schulen, die Lehrgänge anbieten, welche mit dem Titel ?Studium HF" abschliessen. Früher hiessen sie u.a. HKGs. |
| Human Relations | Die Theorie der Human Relations-Bewegung fordert einen partizipativen Führungsstil mit Fokus auf die Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeitenden. |
| Humanisierung | Es geht bei der Humanisierung der Arbeit um möglichst "menschengerechte" Arbeitsgestaltung. |
| Hygienefaktoren | Hygienefaktoren werden in der Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg, einem Modell der Arbeitszufriedenheit thematisiert. Hygienefaktoren beziehen sich auf die physische und psychologische Umwelt der Arbeit. |
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| Impression Management | Impression Management bezeichnet die Strategien und Techniken, die wir benutzen, um unseren Eindruck auf andere zu steuern, um andere zu beeinflussen. |
| Incentives | Incentives sind Anreizsysteme, die eine erhöhte Leistungsbereitschaft fördern sollen, um wirtschaftliche (Umsatz-)Ziele zu erreichen. |
| Insolvenzentschädigung | Ist ein Arbeitgeber zahlungsunfähig geworden und kann er ausstehende Löhne seiner Angestellten nicht mehr bezahlen, deckt die Arbeitslosenversicherung unter bestimmten Voraussetzungen Lohnforderungen für geleistete Arbeit. |
| Intelligenztest | Intelligenztest sind Verfahren, die es ermöglichen sollen, Bewerber bezüglich ihrer Intelligenz einzuschätzen. Mit Hilfe von Rechenaufgaben, Aufgaben, welche die Fähigkeit zum logischen Denken überprüfen und Problemstellungen, die das räumliche Vorstellungsvermögen testen, wird der sog. Intelligenzquotient ermittelt, der im Durchschnitt der Bevölkerung bei etwa 100 liegt. |
| Interviews, standardisierte | Bei standardisierten Interviews sind die Fragen und deren Reihenfolge genau festgelegt. |
| Interviews, strukturierte | es sind lediglich zentrale Fragen festgelegt, die Reihenfolge und mögliche, zusätzliche Fragen kann der Interviewer bestimmen |
| IV | Invalidenversicherung |
| IVG | Bundesgesetz über die Invalidenversicherung |
| IVV | Verordnung über die Invalidenversicherung |
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| Jahres-Teilzeitarbeit, flexible | Das Modell der flexiblen Jahres-Teilzeitarbeit beinhaltet die Kombination von Jahres- und Teilzeitarbeit. Ausgehend von einem beliebigen Stundenpensum wird die Bruttojahres-Arbeitszeit errechnet. Je nach betrieblichen Bedürfnissen können sich etwa Freizeitblöcke mit Phasen hoher wöchentlicher Arbeitszeit abwechseln. |
| Jahresarbeitszeit | siehe JAZ |
| Jahresgesamtvergütung | Da der Anteil an variablen Gehaltsbestandteilen immer mehr zunimmt, ist die Jahresgesamtvergütung mittlerweile die entscheidende Grösse, wenn es darum geht, Gehälter zu vergleichen. |
| Jahresgrundgehalt | Die Fix- oder Festgehälter, die ein Angestellter im Laufe des Jahres erhält, plus Weihnachts- und Urlaubsgeld, aber ohne die variablen Anteile wie Bonus oder Provision. |
| JAZ | Beim Jahresarbeitszeitmodell (JAZ) wird die monatliche und wöchentliche Arbeitszeit auf das Jahr umgerechnet und dann gemäss den betrieblichen Erfordernissen neu verteilt. Eine wöchentliche Arbeitszeit von beispielsweise 41 Stunden ergibt so eine Bruttojahresarbeitszeit von 2'132 Stunden. Trotz möglicherweise grossen Arbeitszeitschwankungen wird der Lohn regelmässig ausbezahlt. |
| Job Enlargement | Job Enlargement bezeichnet die Aufgabenvergrösserung einer Stelle, die durch eine quantitative Arbeitserweiterung erzielt wird. |
| Job Enrichment | Job Enrichment bezeichnet die Aufgabenbereicherung einer Stelle, die durch eine qualitative Arbeitserweiterung erzielt wird. Beim Job Enrichment erhält der Mitarbeitende einen grösseren Entscheidungs- und Kontrollspielraum. |
| Job Rotation | Job Rotation bezeichnet die Arbeitserweiterung durch geplanten Tätigkeits- bzw. Arbeitsplatzwechsel. |
| Job Sharing | Job Sharing ist die Aufteilung eines oder mehrerer Arbeitsplätze. Eine Vollzeitaufgabe wird zeitlich (oder funktional) z.B. auf zwei oder mehrere Arbeitnehmende aufgeteilt. |
| Job-Mail | Einige Stellenplattformen bieten den Arbeitssuchenden einen Job-Mail-Service. Wünscht der Kandidat diesen Service, erhält er automatisch, unaufgefordert und (meist) gratis Stellenvorschläge per E-Mail. |
| Job-Suchmaschine | Ähnlich wie Google durchsucht eine Job-Suchmaschine automatisch die Inhalte direkt auf den Webseiten der Unternehmen, beschränkt sich allerdings auf die offenen Stellen. Technisch werden diese Programme als Crawler bzw. Spider bezeichnet. Diesen Programmen werden die Ziel-Webadressen (z.B. firma.ch/offenestellen) mit den Vakanzen eines Arbeitgebers ?gefüttert?. Dieser Prozess macht es möglich, dass das Programm erkennt, ob es sich um eine Stellenanzeige handelt, um welche Stelle es sich handelt, wo der Arbeitsort ist usw. Je ?intelligenter? der Crawler ist, desto mehr Informationen kann er den Suchenden zur Verfügung stellen und desto präziser werden die Suchtreffer ausfallen. Einer der besten Job-Suchmaschinen ist auf www.jobsucher.ch zu finden. |
| Jobbörse | Auf einer Jobbörse (auch Jobplattform, Stellenbörse oder Stellenplattform) schreiben Unternehmen ihre offenen Stellen aus und zahlen dafür einen Preis (vergleichbar wie ein Stelleninserat in einer Zeitung. |
| Jobcrawler | siehe Job-Suchmaschine |
| Junior MBA | Klassisches MBA-Programm nach nordamerikanischem Muster, das sich an Hochschulabsolventen oder junge Berufstätige wendet. Im Gegensatz dazu steht das Executive MBA, welches sind in erster Linie puncto Zielgruppe unterscheidet. |
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| Kenntnisse | Kenntnisse sind im Gedächtnis gespeicherte Informationen über Dinge, Sachverhalte und die individuellen Abbilder der Realität. Sie sind in bestimmten kognitiven Strukturen bzw. Schemata gespeichert, deren Form und Komplexität die Möglichkeiten des Erwerbs neuer Kenntnisse und die Verwendung bereits vorhandener Kenntnisse beeinflussen. |
| Kernkompetenzen | Kernkompetenzen sind besondere Fähigkeiten, die es einer Person oder einer Institution ermöglichen, bestimmte erfolgsrelevante Tätigkeiten besser als andere zu erledigen. |
| Kettenarbeitsvertrag | Der Kettenarbeitsvertrag ist eine Aneinanderreihung von befristeten Arbeitsverhältnissen. |
| KMU | KMU ist die Abkürzung für kleine und mittlere Unternehmen. Eines der wichtigen Unterscheidungsmerkmale ist die Anzahl Mitarbeitenden. Kleinunternehmen sind Unternehmen zwischen 5 und 50 Mitarbeitenden. Mittlere Unternehmen beschäftigen zwischen 50 und 500 Mitarbeitende. In der Schweiz machen die ca. 200'000 KMUs 98% der Gesamtunternehmenszahl aus. |
| Kognitiv | das Denken und Erkennen betreffend (im Gegensatz zu affektiv: Gefühle und Einstellungen betreffend). Kognitive Fähigkeiten werden vielfach mit Intelligenz gleichgesetzt, oder umgekehrt ist Intelligenz die Summe kognitiver Fähigkeiten. Kognition ist im Deutschen ein Sammelbegriff für Vorgang und Ergebnis der Informationsverarbeitung. |
| Kompetenz | Kompetenz bezeichnet die Zuständigkeit bzw. die Berechtigung und Verpflichtung zum Tätigwerden (formale Kompetenz). Kompetenz beschreibt auch die besondere Sachkunde bzw. Fähigkeit oder Fertigkeit (fachliche, methodische oder soziale Kompetenz). |
| Kompetenz, soziale | Die soziale Kompetenz ist ein unterschiedlich definierter Begriff für interaktionsbezogene Fähigkeiten und Fertigkeiten (z.B. Kommunikation, Sensitivität). Gelegentlich wird die soziale Kompetenz mit "Teamfähigkeit" gleichgesetzt. |
| Konkurrenzklausel | Die Konkurrenzklausel ist eine vertraglich geregelte, schriftlich vorliegende Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die es dem Arbeitnehmer für eine begrenzte Zeit und einen begrenzten Raum verbietet, den früheren Arbeitgeber zu konkurrenzieren (Art. 340 OR). |
| Konsekutiv | Konsekutiv bedeutet aufeinander folgend bzw. "gestuft". Zunächst wird mit einem Bachelorstudiengang - der ersten Stufe - begonnen, die den Übergang in eine Berufstätigkeit ermöglicht. Das Studium kann direkt mit einem Masterstudiengang, der zweiten Stufe, weitergeführt werden. Ein Masterstudiengang kann aber auch zu einem späteren Zeitpunkt als Vollzeitstudiengang oder auch berufsbegleitend aufgenommen werden |
| Kündigung, ausserordentliche | Als ausserordentliche Kündigung bezeichnet man die fristlose Kündigung, d.h. ohne Einhaltung der vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist, jedoch unter der Auflage eines wichtigen Grundes. |
| Kündigung, innere | Die innere Kündigung bezeichnet den bewussten oder unbewussten Verzicht des Mitarbeiters auf Engagement im Unternehmen. |
| KV | Krankenversicherung |
| KVG | Bundesgesetz über die Krankenversicherung |
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| Lebensarbeitszeit | Das Modell der Lebensarbeitszeit basiert auf der Idealvorstellung eines Lebensarbeitskontos, welches der Mitarbeitende innerhalb bestimmter Rahmenbedingungen flexibel gestalten könnte. |
| Lebenslauf | siehe CV |
| Leistungsprimat | Die Art und Höhe der Vorsorgeleistung wird reglementarisch in Prozenten einer Bezugsgrösse (bspw. massgeblicher Lohn) festgelegt, und daraus abgeleitet die Höhe der Beiträge ermittelt. |
| Leitbild | Das Leitbild ist die schriftliche Kurzfassung der Unternehmenspolitik, welche " in dieser Form " v.a. an die Öffentlichkeit und die Mitarbeitenden gerichtet ist. |
| Leitungsspanne | Die Leitungsspanne oder Führungsspanne zeigt auf, wieviele Mitarbeiter einem Vorgesetzten disziplinarisch unterstellt sind. |
| Lernen, asynchrones | Die Lernen erhalten die Möglichkeit, zeitunabhängig zu lernen. |
| Lernen, synchrones | Echtzeit-Lernen, z.B. im Präsenzunterricht |
| Letter of Recommendation | Empfehlungsschreiben von Universitätsprofessoren oder ehemaligen Arbeitgebern |
| Lohn, beitragspflichtiger | Anteil des massgebenden Lohnes, welcher die Grundlage zur Berechnung der Beiträge bildet |
| Lohn, koordinierter | Der koordinierte Lohn bezeichnet denjenigen Lohnanteil, welcher für das BVG berücksichtigt wird. |
| Lohn, massgebender | Gesamtheit aller Elemente der jährlichen Entlöhnung, welche für den beruflichen Vorsorgeplan berücksichtigt werden müssen |
| Lohn, versicherter | Lohnanteil, auf dem die Leistungen bei ihrer Fälligkeit berechnet werden |
| Lohnnachgenuss | Beim Tod des Arbeitnehmers hat der Arbeitgeber in den ersten fünf Dienstjahren einen Monatslohn, bei längerer Dauer des Arbeitsverhältnisses zwei Monatslöhne an den Ehegatten, minderjährige Kinder oder andere Personen, denen gegenüber der Verstorbene Unterstützungspflichten erfüllt hat, zu zahlen. |
| Lohnzession | Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Arbeitnehmer seinen zukünftigen Lohn, soweit er pfändbar ist, schriftlich an einen Dritten abtreten. Diese Lohnabtretung wird auch Lohnzession genannt. |
| Longterm-Incentives | Im Top-Management ist die Verantwortung für strategische Zielerreichung besonders stark ausgeprägt. Im Rahmen variabler Anreizsysteme können Longterm-Incentives dazu beitragen, das Management für die langfristige Wertschöpfung zu motivieren und belohnen. Aktienoptionspläne sind ein Beispiel für Longterm-Incentives. |
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| Mantelvertrag | Mantelverträge sind national geltende Gesamtarbeitsverträge, in denen nur die wichtigsten Vertragspunkte geregelt werden. |
| MAS | Der Master of Advanced Studies (MAS; ehemals NDS oder Nachdiplomstudium) ist eine berufsbegleitende Weiterbildung. Für den Abschluss eines MAS müssen mind. 60 ECTS-Punkte erreicht werden. Für ein MAS ist eine Masterarbeit zu erstellen. Der MAS geniesst Anerkennung, wenn er von einer akkreditierten, d.h. genehmigten Hochschule ausgestellt wird. |
| Massenentlassung | Als Massenentlassung gelten Kündigungen von mind. 10 Arbeitnehmern bei einem Betrieb mit mehr als 20 und weniger als 100 Arbeitnehmern, oder Kündigungen von mind. 10 % der Arbeitnehmer in Betrieben mit mehr als 100 und weniger als 300 Arbeitnehmern, oder mind. 30 Arbeitnehmer in einem Betrieb mit über 300 Arbeitnehmern. Diese Kündigungen müssen innert 30 Tagen ausgesprochen werden und dürfen nicht im Zusammenhang mit der Person des Arbeitnehmers stehen. |
| Master | Graduate Degree; zweiter Abschluss - aufbauend auf dem Bachelor - mit einer Studienzeit von ein bis zwei Jahren. Der MBA ist neben unzähligen von Master-Abschlüssen einer der beliebtesten. Der MIM (Master of International Management), der MAcc (Master of Accounting) oder der MSW (Master of Social Work sind nur einige Beispiele von weiteren Master Degree. |
| Matching | Beim Matching erfolgt ein computergestütztes Vergleichen von Daten aus den Stellenanzeigen und den Stellengesuchen. |
| Matura | Abschluss des Gymnasiums (gymnasiale Matur), der zum freien Zugang zu den Unversitäten berechtigt. Mit nachgewiesener einjähriger Praxis sind auch die Voraussetzungen für den Fachhochschulzugang erfüllt. |
| MBA | Der Master of Business Administration (MBA) ist ein begehrter Management-Ausbildungstitel, welcher von mittlerweile Tausenden von Management-Schulen weltweit angeboten wird. Inhalt eines MBAs ist die vertiefte Auseinandersetzung mit typischen Phänomenen der Unternehmensführung. |
| Mobilzeit | Mobilzeit ist ein neuer Begriff für alle Formen von Arbeitszeiten unterhalb des Vollzeit-Standards. Im Unterschied zur konventionellen Teilzeitarbeit wird Mobilzeit flexibel eingesetzt und der Zeitraum der Berechnung ausgedehnt - z.B. auch auf regelmässige Langzeiturlaube. |
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| Nachfolgeplanung | Die Nachfolgeplanung ist ein Instrument der Personalentwicklung. Die Nachfolgeplanung beschäftigt sich mit künftig im Unternehmen zu besetzenden Positionen und prüft, welche Mitarbeiter dafür geeignet sind und welche Massnahmen für eine endgültige Qualifizierung notwendig werden. Die Laufbahnplanung geht dagegen von der Person bzw. den Fähigkeiten dieser Person aus und legt fest, wie dessen weitere berufliche Entwicklung aussehen kann. |
| Nachtarbeit | Nachtarbeit im Sinne des Arbeitsgesetzes ist die Beschäftigung von Arbeitnehmenden ausserhalb der betrieblichen Tages- und Abendarbeit. Das ist die Zeit zwischen 23 Uhr und 6 Uhr ausser bei Vor- oder Nachverschiebung um maximal eine Stunde. |
| Naturallohn | Der Naturallohn ist ein Entgelt, welches nicht in Form von Geld ausgerichtet wird (z.B. Kost und Logis). |
| NAV | Normalarbeitsvertrag |
| NDK | siehe CAS |
| NDS | siehe MAS |
| Nebenbeschäftigung | Nebenbeschäftigung ist eine Arbeit, die für Dritte ausserhalb der vertraglichen Arbeitszeit geleistet wird. Nach OR Art. 321 a Abs. 3 darf ein Arbeitnehmer während der Dauer des Arbeitsverhältnisses keine Arbeit gegen Entgelt für Dritte leisten, soweit er dadurch die Treuepflicht verletzt oder den Arbeitgeber konkurrenziert. |
| Networking | Aufbau und Pflege von guten Beziehungen zu anderen Menschen im Beruf und im ausserberuflichen Umfeld. |
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| Pause | Die Pause ist - juristisch betrachtet - ein Arbeitsunterbruch, der es dem Arbeitnehmer erlaubt, seinen Arbeitsplatz zu verlassen. |
| Personal-Vorsorge-Stiftung | Personal-Vorsorge-Stiftungen bzw. Personalfürsorgestiftungen werden häufig bei Unternehmungen angetroffen, deren Vorsorge sich auf das unternehmenseigene Personal beschränkt. Solche Stiftungen werden auch oft einfache oder gewöhnliche Stiftungen genannt, um sie von den übrigen Stiftungen abzugrenzen. |
| Personalauswahl | Die Personalauswahl oder -selektion ist die Auswahl von Menschen für Tätigkeiten auf der Basis von eignungsdiagnostischer Methodik. |
| Personalbedarf | Der Personalbedarf entspricht den zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Erfüllung der betrieblichen Leistungsprozesse insgesamt benötigten Arbeitskräften |
| Personalbedarfsermittlung | Die Personalbedarfsermittlung ist die Festlegung, wie viele Mitarbeiter mit welcher Qualifikation zu welcher Zeit an welchen Orten zur Realisierung des geplanten Leistungsprogramms erforderlich sind. |
| Personalcontroller | Der Personalcontroller ist betriebswirtschaftlicher Berater. Er sorgt für Transparenz, koordiniert Ziele, organisiert ein steuerungsgeeignetes Personalinformationssystem und stellt Methoden zur Verfügung, die zur Erhöhung der Effizienz und der Effektivität beitragen |
| Personaldossier | Das Personaldossier beinhaltet alle schriftlichen Aufzeichnungen, die sich auf den Arbeitnehmer und den Inhalt seines Arbeitsverhältnisses beziehen. |
| Personaleffizienz | Die Personaleffizienz misst die Wertschöpfung bzw. der Ertrag im Verhältnis zum Personalaufwand. |
| Personaleinsatzplanung | Die Personaleinsatzplanung regelt die auftragsbezogenen Einzeleinsätze der Mitarbeitenden. |
| Personalentwicklung | Personalentwicklung ist die Gesamtheit aller Massnahmen, welche sowohl die Interessen der langfristigen Unternehmensentwicklung als auch die Persönlichkeitsentfaltung der Mitarbeitenden optimiert. |
| Personalerhaltung | Die Personalerhaltung beinhaltet sämtliche Massnahmen (Instrumente), die notwendig sind, das vorhandene Personal weiterhin an die Unternehmung zu binden und somit zu verhindern, dass es zu Austrittsentscheidungen kommt. |
| Personalfragebogen | Der Personalfragebogen ist ein Fragebogen zur standardisierten Erfassung beschäftigungsrelevanter persönlicher Daten. |
| Personalinformationssystem | Ein Personalinformationssystem (PIS) ist ein computergestütztes Führungs- und Verwaltungssystem, welches die HR-Arbeit unterstützt und als Hilfsmittel beim Erfassen, Verwalten, Sortieren, Verdichten sowie Auswerten von Personaldaten dient. Im Mittelpunkt stehen Datenbanken, in der alle Personaldaten der Mitarbeitenden zentral und einheitlich abgelegt werden. |
| Personalmanagement | Personalmanagement (Synonyme: Personalarbeit, HRM) steht für die Funktionen rund um die Personalarbeit bzw. Personalführung. Zu deren Hauptaufgaben zählen Personalbedarfsermittlung, Personalbeschaffung, Personaleinsatz, Personalerhaltung, Personalentwicklung, Personalfreistellung, Personalvergütung. |
| Personalmarketing | Personalmarketing i.e.S. wird oft als Personalgewinnung oder als Personalbeschaffung verstanden. Personalmarketing i.w.S. ist die Kunst, attraktive und effiziente Arbeitsbedingungen zu analysieren, zu gestalten und zu kommunizieren (~ Arbeitsplatzmarketing). |
| Personalplanung | Handlungen, die Entscheidungen über die zukünftige Verfügbarkeit von Personal in einem Unternehmen sowie die Kontrolle und Vorbereitung dieser Entscheidungen zum Gegenstand haben |
| Persönlichkeitstest | Der Persönlichkeitstest ist ein standardisiertes diagnostisches Verfahren (Test), mit dem nicht-kognitive Merkmale (z.B. Disziplin) erfasst werden. |
| Peter-Prinzip | Das Peter-Prinzip besagt, dass Mitarbeitende so lange befördert werden bis sie ihre ganz persönliche "Stufe der Inkompetenz" erreicht haben. |
| Peter-Prinzip | In einer Hierarchie steigt jeder Mitarbeiter soweit auf, bis er eine Stelle erreicht hat, für die er nicht mehr kompetent genug ist. Hier verharrt er - für das Unternehmen "nutzlos" und teuer - frustriert. |
| PhD | Vergleichbar zum Doktorat (Dr.); Abschluss im englischsprachigen Raum, vermehrt auch global. |
| Planspiele | Planspiele entsprechen Simulationen, die Zusammenhänge modellartig nachbilden. In organisationspsychologischen Trainings sind v.a. Unternehmensplanspiele von Interesse. |
| Postkorb | Der Postkorb ist ein gängiges Assessment Center-Instrument. Beim Postkorb-Verfahren handelt es sich um ein Simulationsverfahren, bei dem auf eine Anzahl von Schriftstücken im Posteingangskorb schriftlich reagiert werden muss. |
| Potenzial | Das Potenzial entspricht dem Können eines Mitarbeiters, einer Führungskraft: Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten, Wertorientierungen und die Handlungsbereitschaft; unabhängig davon, ob es (mangels Motivation oder Gelegenheit) genutzt wird oder werden kann. |
| Potenzialanalyse | Die Potenzialanalyse ist eine Eignungsdiagnose in bezug auf allgemeine oder künftige Anforderungen bzw. das Entwicklungspotential einer Person. |
| Potenzialbeurteilung | Die Potenzialbeurteilung ist die Erfassung und Bewertung des Potenzials von Mitarbeitern oder Bewerbern, um die Eignung für die künftige Verwendung zu beurteilen. Eine umfassende Potenzialbeurteilung bezieht Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz ein, d.h. insbesondere nicht nur die Leistung in der Vergangenheit (Leistungsbeurteilung). |
| Prämie | Die Prämie gilt als variabler Gehaltsbestandteil und wird zum Beispiel für erfolgreich abgeschlossene Projekte gezahlt (siehe auch Bonus). |
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| Rahmenfristen | Rahmenfristen begrenzen die Leistungen der Arbeitslosenversicherung. Dabei kann es sich um die Beitragszeit oder um den Leistungsbezug handeln. |
| Rahmenvertrag | Rahmenverträge sind national geltende Gesamtarbeitsverträge, in denen nur die wichtigsten Vertragspunkte geregelt werden. |
| RAV | RAV steht für Regionales Arbeitsvermittlungszentrum, ist staatlicher Natur und richtet sich in erster Linie an Arbeitslose bzw. -suchende. |
| Referenzen | Referenzen sind Informationen über einen Bewerber, die von jemandem (i.d.R. frühere Arbeitgeber) stammen, der Aussagen über sein Arbeitsverhalten und seine Leistungsfähigkeit machen kann. |
| Reliabilität | Die Reliabilität ist ein Testgütekriterium und entspricht der Zuverlässigkeit eines Tests. Die Reliabilität gibt an, ob der Test auch bei wiederholter Anwendung auf die gleiche Versuchsperson die gleichen Resultate bringt. Die Reliabilität ist eine notwendige Voraussetzung für die Validität eines Tests. Die Reliabilität wird gemessen als Korrelationskoeffizient zwischen zwei Reihen von Testergebnissen für die gleiche Gruppe von Versuchspersonen. |
| Resume | siehe CV |
| Rolle | Die Rolle ist ein Bündel von Verhaltenserwartungen, das mit einer bestimmten Stellung, Position, Situation im sozialen Zusammenleben und insbesondere auch in Organisationen verbunden ist. |
| Rollenkonflikt | Rollenkonflikte entstehen vor allem dann, wenn ein anderes Teammitglied dem formellen Führer die Position streitig macht. Häufig geniesst der Herausforderer bei den anderen Gruppenmitgliedern eine höhere Akzeptanz. Konflikte sind dann unausweichlich, wenn beide die alleinige Führungsrolle für sich beanspruchen und nicht bereit sind, im Sinne der Gruppeneffizienz einen Konsens zu finden. |
| Rollenspiel | Rollenspiele sind u.a. Übungen (Arbeitsproben), die im Assessment-Center verwendet werden, sei es als Mitarbeitergespräch oder als Gesprächssituation mit einem Kollegen oder einer Kollegin. |
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| Sabbatical | Ein Sabbatical (oder Langzeiturlaub beinhaltet einen zeitweisen Ausstieg aus dem Erwerbsleben zur Wiedergewinnung von Kreativität, für Weiterbildung u.ä. - mit Arbeitsplatzgarantie. |
| Sammelstiftung | Einer Sammelstiftung können sich Unternehmungen (meist KMU) anschliessen, die aus administrativen Gründen keine eigene Stiftung errichten wollen. Für jede angeschlossene Unternehmung gilt ein eigenes Reglement, existiert ein eigener Kassenvorstand und wird getrennt Rechnung geführt. |
| Säule 3a | Die Säule 3a (gebundene Vorsorge) dient der freiwilligen, individuellen Vorsorge. Das Besondere der gebundenen Vorsorge ist, dass sie weitreichende steuerliche Vorteile geniesst. |
| Säule 3b | Die Säule 3b (freie Vorsorge) vereint alle Vermögenswerte, die nicht schon in der 1. und 2. Säule sowie in der Säule 3a gebunden sind. Zur Säule 3b gehören das klassische, freiwillige Sparen und Investieren für verschiedene Ziele wie zum Beispiel für eine Ausbildung, das Alter, Ferien, ein neues Auto usw. |
| Schichtarbeit | Schichtarbeit ist dadurch definiert, dass zwei oder mehrere Gruppen von Arbeitnehmenden nach einem bestimmten Zeitplan gestaffelt und wechselweise am gleichen Arbeitsplatz zum Einsatz gelangen. |
| Schlüsselqualifikationen | Schlüsselqualifikationen sind berufsübergreifende Kompetenzen, die für die Arbeitswelt relevant sind; z.B. Lernfähigkeit, Belastbarkeit. |
| Schwarzarbeit | Schwarzarbeit ist eine Arbeit, die für Dritte ausserhalb der vertraglichen Arbeitszeit geleistet wird. Nach OR Art. 321 a Abs. 3 darf ein Arbeitnehmer während der Dauer des Arbeitsverhältnisses keine Arbeit gegen Entgelt für Dritte leisten, soweit er dadurch die Treuepflicht verletzt oder den Arbeitgeber konkurrenziert. Schwarzarbeit ist für Arbeitgeber und Arbeitnehmer immer verboten, wenn nicht offiziell, d.h. ohne Berücksichtigung der Sozialabgaben, abgerechnet wird. |
| Sekundarstufe II | Damit wird derjenige Bildungsbereich bezeichnet, welcher zwischen dem Ende der obligatorischen Schulzeit und dem Beginn der Tertiärstufe liegt, also bis und mit Berufslehre bzw. Berufsmatura resp. gymnasiale Matura. |
| Sozialplan | Ein Sozialplan umfasst sämtliche personalrelevanten Regelungen und Unterstützungen für zu entlassende oder bereits entlassene Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die unter den Sozialpartnern ausgehandelt werden. |
| Sperrfrist | Sperrfristen bezeichnen Situationen, während der der Arbeitgeber nicht kündigen darf (sog. Unzeit). |
| Spontanbewerbung | siehe Blindbewerbung |
| Stellenbeschreibung | Die Stellenbeschreibung ist ein Dokument der Aufbauorganisation, welches die organisatorisch wichtigen Informationen über die Stelle enthält: Bezeichnung der Stelle, Ziele, Aufgaben, Kompetenz, Verantwortlichkeiten, organisatorische Einordnung in die Hierarchie. |
| Stellenbildung | Stellenbildung bezeichnet die dauerhafte Zusammenfassung von Teilaufgaben als Aufgabenbündel für eine Stelle; auch als Teil der Aufgabensynthese bezeichnet. |
| Stelleninhaber | Der Stelleninhaber bzw. die Stelleninhaberin ist die Person, welche die Wahrnehmung der Aufgaben dieser Stelle übertragen ist. |
| Stellenmeldeblatt | Formular für Arbeitgeber, die Personal suchen und dem RAV eine freie Stelle melden möchten. |
| Stellenplan | Der Stellenplan steht für die zusammenfassende Darstellung aller Stellen. |
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| Taggeld | Wer Taggeld beziehen will, muss folgende 7 Voraussetzungen erfüllen: Ganz oder teilweise arbeitslos, einen Arbeitsausfall erleiden, Wohnsitz in der Schweiz haben, die obligatorische Schulzeit zurückgelegt, aber das AHV-Alter noch nicht erreicht haben, während einer gewissen Zeit Beiträge bezahlt haben oder von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sein, vermittlungsfähig sein und die Kontrollvorschriften erfüllen. |
| Teilzeitarbeit | Man redet dann von Teilzeitarbeit, wenn der Arbeitgeber zwar weniger als 100% arbeitet, jedoch regelmässigen und unbefristet vereinbarten Arbeitseinsatz leistet. |
| Telearbeit | Die Telearbeit (oft auch mit Heimarbeit gleichgesetzt) beschreibt die Arbeit ohne feste örtliche Einbindung in der Unternehmung. Telearbeit wurde erst mit den neuen Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten effektiv möglich. |
| TOEFL | Der TOEFL (Test of English as a Foreign Language) ist eines der weltweit bekanntesten Testverfahren zur Beurteilung der Englischkenntnisse. Nicht-englischsprachige MBA-Bewerber müssen eine entsprechende Mindestpunktzahl erreichen (abhängig von der Business School). |
| Truck-Verbot | Das OR schützt den Arbeitnehmer vor der Verpflichtung, einen Teil seines Lohnes im Interesse des Arbeitgebers zu verwenden. |
| Türschwelleneffekt | Unter dem Türschwelleneffekt versteht man das Problem, dass der Beurteiler oft dazu neigt, eigene ausgeprägte Charakterzüge auch beim Bewerber höher zu bewerten. |
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| Überstunden | Überstunden wird als diejenige Arbeit bezeichnet, welche die vertragliche Arbeitszeit überschreitet. |
| Überzeitarbeit | Das Arbeitsgesetz definiert Überzeitarbeit als diejenige Arbeit, welche die wöchentliche Höchstarbeitszeit überschreitet. |
| UV | Unfallversicherung |
| UVG | Bundesgesetz über Unfallversicherung |
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| Validität | Die Validität ist ein Testgütekriterium und entspricht der Güte eines Tests. Die Validität soll die Frage beantworten, ob der Test wirklich auch das misst, was er zu messen vorgibt. Die Validität wird für die kriteriumsbezogenen Unterformen als Korrelationskoeffizient zwischen den Testergebnissen einer Gruppe von Versuchspersonen und deren Kriteriumswerten gemessen. |
| VDSG | VDSG steht für Verordnung zum Bundesgesetz über den Datenschutz. |
| Verantwortung | Verantwortung ist das persönliche Einstehen für die Folgen von Handlungen und Entscheidungen (Ver-antwort-ung; Red-und-Antwort-stehen). |
| Vermittlungsfähig | Wer Taggeld beziehen will, muss vermittlungsfähig sein. Vermittlungsfähig ist jemand, der arbeiten will (bewirbt sich aktiv und in genügendem Masse um Stellen), arbeiten kann (aus persönlichen oder gesundheitlichen Gründen), arbeiten darf (rechtlich bedingt). |
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| War for Talent | War for Talent bezeichnet den Kampf um die heiss umworbenen, talentierten, motivierten und sehr gut ausgebildeten Arbeitskräfte. |
| WBT | WBT steht für Web Based Training und umfasst die computergestützten Online-Lernprogramme. Im Gegensatz zu CBT (Computer Based Training), bei welchem es sich um Offline-Lernprogramme (z.B. CD-ROM) handelt, setzt das WBT auf Online-Lernen. |
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| Young Professionals | Young Professionals sind junge Menschen, die erst seit kurzer Zeit - aber bereits erfolgreich - im Arbeitsleben stehen. Es handelt sich dabei um Junior Manager, Assistant Manager oder andere High Potentials. |
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| Zeitfolgeanalyse | Bei der CV-Beurteilung macht der HR-Verantwortliche eine Zeitfolgeanalyse, d.h. er untersucht den CV hinsichtlich Lücken und Arbeitsplatzwechsel. |
| Zeugnis, einfaches | Ein einfaches Zeugnis entspricht einer Arbeitsbestätigung, welche ausschliesslich über Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses Aussagen macht. |
| Zeugniscodes | Zeugniscodes sind verschlüsselte Formulierungen, die weiterführende Aussagen beinhalten, ohne dass diese offensichtlich sind. |
| Ziel | Das Ziel ist die Beschreibung künftiger Ereignisse oder Zustände, die durch menschliches Handeln herbeigeführt werden sollen. Damit geben sie dem Handeln Orientierung, geben die Richtung vor, ohne den Weg festzulegen. Ziele legen fest, "WAS" erreicht werden soll ohne das "WIE" vorzugeben - die Massnahmen, das Verfahren, den Weg, um dieses Ergebnis zu erreichen. |
| Zweite Säule | Das Ziel der beruflichen Vorsorge ist es, den Betagten, Hinterlassenen und Invaliden zusammen mit der AHV/IV, die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise zu ermöglichen. |
| Zwischenverdienst | Erhält jemand während der Arbeitslosigkeit aus unselbständiger oder selbständiger Tätigkeit ein Einkommen, das tiefer ist als das Taggeld der Arbeitslosenversicherung, wird dies Zwischenverdienst genannt. |